Ausbildung schafft Arbeit

Pexels Alexander Dummer

Eine abgeschlossene Lehre reduziert das Risiko der Arbeitslosigkeit um etwa zwei Drittel im Vergleich zu Menschen ohne Ausbildung nach der Pflichtschule. Weil es zunehmend schwieriger wird eine Ausbildungsplatz auf dem ersten Lehrstellenmarkt zu finden, bietet das AMS den Start über eine Überbetriebliche Lehrausbildung an.

Die Zahl der beim AMS Wien als arbeitslos vorgemerkten Personen ist im August 2025 im Jahresvergleich um 4,8 Prozent auf 123.833 Personen angestiegen, die der AMS-Kundinnen und -Kunden in Schulung um 1,1 Prozent auf 30.758 Personen zurückgegangen. Die Summe beider Gruppen ist um 3,5 Prozent größer geworden.

Winfried Göschl, AMS Wien, © AMS Wien / Philipp H. Schuster

Winfried Göschl, © AMS Wien / Schuster

Gestiegen ist auch die Anzahl der über 50-Jährigen, die arbeitslos oder in Schulung sind – sie ist um 5,7 Prozent gewachsen, die Zahl der unter 25-Jährigen um 4,9 Prozent. Derzeit sind dem AMS Wien noch etwa 800 offene Lehrstellen gemeldet, um fast 15 Prozent weniger als vor einem Jahr. Zugleich ist aber die Zahl der Jugendlichen, die eine Lehrstelle suchen, mit 5.277 um 15 Prozent größer als im September des Vorjahres. „Für junge Menschen wird es zunehmend schwieriger, eine Stelle auf dem ersten Lehrstellenmarkt zu finden“, sagt AMS-Wien-Chef Winfried Göschl. Für sie bietet das AMS Wien den Start über eine Überbetriebliche Lehrausbildung an. „Hier gibt es wirklich sehr viele Möglichkeiten“, sagt Göschl. „Die Palette reicht von der Gastronomie über die Fahrradmechatronik bis zu holz- oder metallverarbeitenden Berufen.“

Fest steht, dass die beste Versicherung gegen Arbeitslosigkeit eine gute Ausbildung ist. „Mit einer abgeschlossenen Lehre reduziert sich das Risiko, arbeitslos zu werden, um zirka zwei Drittel im Vergleich zu Menschen, die nach der Pflichtschule keine weiterführende Bildung abgeschlossen haben“, so Göschl. Nach wichtigen Branchen betrachtet, ist die Arbeitslosigkeit im August im Einzelhandel um 6,3 Prozent gestiegen, in Hotellerie und Gastronomie um 5,5 Prozent und in der Warenproduktion um 7,3 Prozent. Im Bau ist sie um 1,1 Prozent zurückgegangen.